Mit der AIDAperla von Hamburg nach Norwegen: unsere Reise in der Junior Suite
- Hamburg
- Bergen
- Eidfjord
- Ålesund
- Olden
- Stavanger
- Hamburg
Im April 2026 ging es für meine Freundin und mich mit der AIDAperla von Hamburg aus nach Norwegen. Geparkt haben wir direkt in Steinwerder. Koffer ausladen, vielleicht 50 Meter gehen, und schon standen wir in der Halle für den Check-in. Bequemer geht es kaum, und ich kann dir diesen Parkplatz nur empfehlen.
Gebucht hatten wir ursprünglich eine Verandakabine. Dann kam die Möglichkeit, auf ein Upgrade zu bieten. Wir haben ein Gebot auf eine Junior Suite abgegeben und tatsächlich den Zuschlag bekommen. Falls du so ein Angebot bekommst: Probier es ruhig aus, es kann sich richtig lohnen. Für uns hieß das schon beim Check-in die Überholspur, alles ging viel schneller. Unsere Koffer hatten wir vorher abgegeben, und sie standen kurz darauf schon vor unserer Kabinentür.
Auf der AIDAperla gab es erst mal viel zu entdecken, und dafür haben wir den Anreisetag und den ersten Seetag ausgiebig genutzt. Die Restaurants in dieser Schiffsklasse sind wirklich schön. Mit der Junior Suite durften wir außerdem den Suitenbereich nutzen und hatten einen eigenen Concierge. Ein kleiner Luxus, den man sehr genießt, wenn man ihn einmal erlebt hat.
Zum Upgrade gehörte auch der Zugang zum Patiodeck. Das gibt es in dieser Form nur auf der AIDAprima und der AIDAperla. Ganz vorne liegt dieser Extrabereich mit zwei Whirlpools, vielen Liegen und einer eigenen Bar. Ich liebe Whirlpools über alles, das war also absolut mein Bereich. Vorher hatten wir noch überlegt, ob wir das Patiodeck in Norwegen überhaupt brauchen, weil es dort ja nicht so warm wird. Die Antwort ist ein klares Ja: Das Wasser war schön warm und die Aussicht ein Traum. Als Suitenleistung war außerdem ein Willkommensdinner im Buffalo Steak House dabei. Das haben wir am ersten Seetag genossen, und es war unfassbar lecker.

Eigentlich sollte unser erster Stopp Haugesund sein, aber das Wetter ließ ein sicheres Anlegen nicht zu. Also wurde Bergen vorgezogen. Für uns war es schon das dritte Mal dort, und die Stadt gefällt mir jedes Mal wieder. Bergen gehört zu den regenreichsten Städten Europas, trotzdem hatten wir strahlend blauen Himmel. Da haben wir hier echt meistens Glück. Bergen kannst du wunderbar auf eigene Faust erkunden. Wir sind zuerst mit der Fløibahn auf den Hausberg gefahren. Von oben hast du einen herrlichen Blick über die Stadt und siehst sogar das Schiff im Hafen liegen. Danach sind wir durch die Gässchen gebummelt und natürlich zu den bunten Häusern von Bryggen, mit ihren vielen kleinen Geschäften. Abends ging es zur Silent Party. Drei Kanäle mit verschiedener Musik über Kopfhörer, das macht jedes Mal riesigen Spaß. Und mein Geheimtipp: Mach zwischendurch mal deine eigene Musik aus und hör den anderen beim Singen zu.

Am nächsten Tag liefen wir in Eidfjord ein. Wirf hier unbedingt früh einen Blick nach draußen, wenn die Berge bei der Fjordfahrt an dir vorbeiziehen. In Eidfjord hatten wir einen Ausflug zum Wasserfall Vøringsfossen gebucht, und der war jeden Cent wert. Die Landschaft war teilweise noch schneebedeckt, die Wasserfälle aber super zu sehen. Es gab auch ein paar abenteuerliche Wege, die man nicht gehen muss. Wir sind sie natürlich trotzdem gegangen, weil man von dort noch ganz andere Blicke auf die Wassermassen hat. Zurück am Hafen steht ein weißes Haus mit einer Bäckerei, die angeblich die besten Zimtschnecken Norwegens backt. Wir haben sie probiert und können das nur bestätigen. Am Abend haben wir meinen Geburtstag in der Sushi Bar gefeiert. Es war mit das beste Sushi, das ich je gegessen habe.
Nächster Halt war Ålesund. Dort waren wir schon vor zwei Jahren, deshalb haben wir uns den Hausberg diesmal gespart und sind stattdessen entspannt an den schönen Jugendstilvillen vorbei durch die Stadt geschlendert. Ålesund ist für mich persönlich nicht der Höhepunkt in Norwegen, aber von hier aus kannst du viele schöne Ausflüge machen. Das Auslaufen am Abend war wieder herrlich, vorbei an schneebedeckten Bergen, die bis ans Wasser reichen. Obwohl es den ganzen Tag bewölkt war, gab es sogar noch einen tollen Sonnenuntergang. Danach noch kurz in die Disco, und dann sind wir müde ins Bett gefallen.

Dann kam Olden, und dieser Ort hat uns auf der ganzen Reise am besten gefallen. Auch hier lohnt sich das frühe Aufstehen, denn die Fahrt durch den Nordfjord und den Innvikfjord ist lang und es gibt unglaublich viel zu sehen. Im Hafen haben wir spontan einen Ausflug zum Gletscher Briksdalsbreen gebucht. Das geht dort problemlos vor Ort. Mit dem Bus ging es zuerst 20 Minuten durch eine atemberaubende Landschaft, dann mit offenen Trollcars noch etwa 10 Minuten den Berg hinauf. Die letzten Meter läufst du zu Fuß und stehst dann an einem See mit kristallklarem Wasser, den Gletscher direkt vor dir. Leider sieht man sehr deutlich, wie weit sich das Eis über die Jahre zurückgezogen hat. Am Gletscher war es immer mal wieder sehr windig. Nach 20 bis 30 Minuten ging es mit den Trollcars wieder hinunter. Andere Reisende haben uns außerdem einen weiteren Ausflug empfohlen, mit der Seilbahn auf einen Berg. Den haben wir uns für das nächste Mal vorgenommen. Das Auslaufen aus Olden werde ich so schnell nicht vergessen. Ich war noch nie so sprachlos auf einer Reise. Bei strahlend blauem Himmel saßen wir im warmen Whirlpool auf dem Patiodeck und haben die ganze Ausfahrt bis ins offene Meer genossen. Anderthalb bis zwei Stunden ging es vorbei an kleinen Dörfern und Wasserfällen, und zum Schluss gab es noch einen traumhaften Sonnenuntergang.
Weil Bergen vorgezogen wurde, ging es danach nach Stavanger. Die Stadt kannten wir schon gut, deshalb haben wir im Hafen eine Katamaranfahrt durch den Lysefjord zum Preikestolen gebucht. Am Anfang regnete es noch, aber je näher wir kamen, desto mehr riss der Himmel auf. Direkt unterhalb der berühmten Felskanzel hatten wir bestes Wetter. Der Wettergott war uns auf dieser Reise wirklich gnädig. Auf dem Rückweg fuhr der Katamaran ganz nah an die Felswände heran, auch das war ein tolles Erlebnis. Zurück in Stavanger sind wir noch gemütlich durch das kleine Viertel mit den weißen Holzhäusern direkt am Hafen gebummelt. Stavanger ist immer eine Reise wert.

Auf dem Rückweg nach Hamburg hatten wir noch einen Seetag. Erst mal ausschlafen, dann Frühstück im French Kiss. Auch das gehört zur Junior Suite: Du wirst in einem exklusiven Bereich am Platz bedient. Für den restlichen Tag hatten wir den Wellnessbereich gebucht, und das war genau richtig, denn je näher wir Hamburg kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Mit mehreren Saunen, Whirlpools und Massageliegen kannst du dort einen Seetag wunderbar verbringen. Ich empfehle dir, ihn rechtzeitig zu reservieren.
Am nächsten Morgen ging es früh die Elbe hinauf bis nach Hamburg. So schnell vergehen acht Tage. Unsere Koffer hatten wir am Vorabend vor die Tür gestellt. Morgens standen sie dann schon in der großen Terminalhalle bereit, wir mussten sie nur noch abholen und nicht selbst vom Schiff tragen. Und auch jetzt war der Parkplatz direkt vor dem Schiff wieder Gold wert.
Wenn du die Reise noch etwas genauer sehen möchtest: Videos von den Fjordfahrten, dem Patiodeck und unseren Ausflügen findest du auf meinem Instagram-Kanal @derbjoern.reiseberater.
Galerie
Tippe auf ein Foto, um es groß anzusehen.
Du möchtest auch einmal die Fjorde Norwegens vom Schiff aus erleben?
Ich schaue gerne für dich nach der passenden Reise und erzähle dir aus erster Hand, worauf es ankommt. Für dich entstehen dabei keine Mehrkosten.


